Patrick Tempel

Zwei Erfolge für Bildung und Tourismus – und eine klare Kante gegen mehr Bürokratie!

Bericht aus der Bürgerschaft

Am gestrigen 2. September 2026 kam die Rostocker Bürgerschaft nach der Sommerpause zu ihrer ersten Sitzung zusammen. In fast fünf Stunden intensiver Debatte haben wir als CDU-Fraktion erneut gezeigt, wie pragmatische Politik für unsere Stadt aussieht. Das erfreuliche Ergebnis: Zwei unserer eigenen Hauptanträge haben eine Mehrheit gefunden!

Erfolg 1: Frühkindliche Sprachbildung stärken Mit unserem Antrag „Früh fördern statt später aufholen“ haben wir einen Prozess angestoßen, der die Sprachbildung in Rostock langfristig stärken wird. Die Bürgerschaft hat beschlossen, dass die Stadt gemeinsam mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern ein kommunales Modellprojekt prüft.

  • Wir wollen Kindern frühzeitig bessere Startchancen in der Schule ermöglichen.

  • Im Zentrum steht eine systematische Sprachstandserfassung im Vorschulalter.

  • Es soll eine engere Zusammenarbeit zwischen Kitas, Grundschulen, Familienzentren und Kinderärzten etabliert werden.

  • Die Eltern spielen für die Sprachentwicklung eine entscheidende Rolle und sollen stärker eingebunden werden.

  • Um Übergänge zwischen Kita und Schule zu verbessern, soll ein gemeinsames Verfahren zur Förderplanung entwickelt werden.

  • Die Prüfergebnisse sollen bis Ende des ersten Quartals 2027 vorliegen.

Erfolg 2: Nachhaltiger Tourismus nach Vorbild von „CopenPay“ Wir brauchen frische Impulse für den Tourismus in Rostock und Warnemünde.

  • Die Verwaltung und die Tourismuszentrale prüfen nun, ob das Kopenhagener Modell „CopenPay“ für unsere Stadt geeignet ist.

  • Bei diesem Ansatz wird klimafreundliches und gemeinwohlorientiertes Verhalten von Gästen durch attraktive Angebote belohnt, wie etwa freier Eintritt in Kultureinrichtungen oder besondere Erlebnisse.

  • Wir setzen hier auf einen niedrigschwelligen Einstieg, zum Beispiel über einen zeitlich begrenzten Aktionsmonat, um erste Erfahrungen zu sammeln, ohne sofort ein riesiges Großprojekt aufzusetzen.

  • Der Prüfbericht wird bis zum zweiten Quartal 2027 erwartet.

Klare Kante gegen staatliche Einmischung und neue Bürokratie

Wir haben in der Sitzung auch deutlich gemacht, wo für uns die Grenzen linker und grüner Regulierungsträume liegen.

  • Die Linke wollte durch die städtische Mittagsmatrosen GmbH neue gastronomische und soziale Begegnungsorte aufbauen lassen.

  • Unsere Haltung dazu ist klar: Die Stadt ist kein besserer Gastronom.

  • Gastronomie muss wirtschaftlich tragfähig sein und städtische Unternehmen dürfen nicht künstlich in den Markt eingreifen.

  • Die Mittagsmatrosen GmbH muss sich auf ihr Kerngeschäft – die zuverlässige Mittagsversorgung der Kinder – konzentrieren.

  • Beide Anträge der Linken wurden glücklicherweise abgelehnt.

Auch den Vorstößen von Bündnis 90/Die Grünen, Volt und der SPD im Zuge der Unternehmenserweiterung von Neptun Smulders haben wir eine Absage erteilt.

  • Zusätzliche kommunale Koordinierungsformate schaffen eher neue Bürokratie als neuen Wohnraum.

  • Wohnungsbau entsteht in Rostock vor allem durch private Investoren, Genossenschaften und die WIRO.

Wohnen auf dem Wasser: Chance leider verpasst Bedauerlich ist, dass ein Antrag der FDP zu Hausbooten keine Mehrheit fand.

  • Der Antrag forderte, die Voraussetzungen für Hausboot-Wohnformen zu prüfen und konkrete Umsetzungsvorschläge vorzulegen.

  • Wir haben diesem Antrag zugestimmt, denn Hausboote sind ein innovativer Impuls für die Stadtentwicklung und unsere maritime Identität.

  • Während andere Städte solche Projekte längst umgesetzt haben, verharrt Rostock seit über 15 Jahren im Prüfstatus.

Wir bleiben als CDU-Fraktion weiter dran und setzen auf klare Ideen statt auf Stillstand. Die nächste Bürgerschaftssitzung findet am 7. Oktober 2026 statt. Wenn ihr Fragen oder Anregungen zu den Themen habt, sprecht mich gerne direkt an!